01.01.2025: Oktavtag von Weihnachten/Hochfest der Gottesmutter Maria
Wir feiern heute am ersten Tag des neuen Jahres die Gottesmutter Maria. Die junge Frau, die „Ja“ dazu gesagt hat, Mutter Jesu zu sein – mit der ein Neubeginn gesetzt wurde. Eine Woche ist vergangen, seit wir die frohe Botschaft gehört haben, die als erstes den Hirten verkündet wurde: „Der Retter ist geboren!“ Im Evangelium hören wir heute noch einmal von der Geburt des Kindes im Stall von Betlehem und davon, dass ihm der Name „Jesus“ (der Name ist Programm – er heißt übersetzt „Gott rettet“) gegeben wurde. Maria behielt diese Ereignisse fest in ihrem Herzen. Das könnte auch eine Einladung an uns sein – die Botschaft und den Zauber von Weihnachten im Herzen zu behalten – das ganze neue Jahr über. Gott möge uns auch in diesem Jahr mit seinem Segen begleiten!

05.01.2025: 2. Sonntag nach Weihnachten
Heute sind wir noch einmal zum Innehalten und Zurückschauen auf die vergangenen Feiertage eingeladen. Im Evangelium werden wir von Johannes erinnert: Das Licht ist in die Welt gekommen, das Wort „ist Fleisch geworden“. Gott schickte Jesus in die Welt – wegen mir und dir, aus Liebe zu mir und dir und allen Menschen. Wir glauben daran und sind deshalb auch „Kinder Gottes“.

06.01.2025: Hochfest Erscheinung des Herrn (Hl. Drei Könige)
Der heutige Festtag wird auch Epiphanie genannt, das heißt „Erscheinen“: Gott erscheint – scheint auf – gibt sich uns zu erkennen im kleinen Kind von Betlehem. Er ist der Retter, der liebt und verzeiht. Das gibt allen Menschen Hoffnung, auch denen, die von weit her kommen und auf der Suche sind, wie die Sterndeuter. Gott will auch in unserem Leben durchscheinen – es soll immer mehr „Erscheinung des Herrn“ auf Erden sein: Wenn wir leben wie Jesus, wenn wir einander lieben und vergeben, wie es Gott tut. Wenn wir einander helfen, Freude und Frieden schenken.

12.01.2025: Fest Taufe des Herrn C
Der heutige Sonntag ist Abschluss der Weihnachtszeit. Wir machen im Evangelium einen Zeitsprung: Einige Jahre sind vergangen. Jesus ist herangewachsen, wir begegnen ihm heute am Jordan bei Johannes dem Täufer. Jesus lässt sich wie viele andere Menschen von Johannes taufen, jedoch begleitet seine Taufe ein besonderes Geschehen. Es wird sichtbar und hörbar: Dieser Jesus ist der Sohn Gottes. Auch das ist ein Epiphanie-Geschehen. Sein öffentlicher Weg als Messias beginnt.

19.01.2025: 2. Sonntag im Jahreskreis C
Das Evangelium von der Hochzeit in Kana aus dem Johannesevangelium gehört ursprünglich so wie die Taufe des Herrn noch zum Fest „Epiphanie“. Auch hier wird offenbar, wer Jesus ist: Der Sohn Gottes, der bei den Menschen ist, ihre Freude und Sorgen teilt. Sorgen gibt es auch bei dem Fest in Kana: Der Wein ist ausgegangen. Jesu Mutter Maria setzt ihr Vertrauen in ihren Sohn. Jesus verwandelt Wasser auf wunderbare Weise zu Wein. Wunder heißen bei Johannes Zeichen, eben weil sie etwas offenbaren, als Zeichen auf etwas hinweisen – und deshalb zum Glauben einladen. Mit Jesus beginnt für alle eine Hoch-Zeit, eine besondere Zeit der Freude, der Fülle.

26.01.2025: 3. Sonntag im Jahreskreis C
Wir hören zwei Stellen aus dem Lukasevangelium, die zusammen das heutige Evangelium bilden. Einmal den Beginn des Lukasevangeliums, das wie ein Vorwort des Schreibers gestaltet ist, aus dem hervorgeht, warum und wie er sein Buch verfasst hat. Daran wird eine Stelle angefügt, drei Kapitel weiter, in der Jesus ebenfalls sein „Programm“ öffentlich vorstellt. Jesus ergreift in der Synagoge seiner Heimatstadt das Wort. Er wählt eine Stelle des Propheten Jesaia aus, trägt sie vor und erklärt sie für die Zuhörer*innen. Diesen Dienst konnte jeder übernehmen. Der Auftritt Jesu ist vom Evangelisten genau konzipiert: Die Worte des Propheten Jesaia sind auf die Verkündigung Jesu abgestimmt. Das, was Jesus vorliest, trifft genau auf ihn selbst zu: Er predigt nicht nur von der Erlösung und Befreiung der Armen, verkündet nicht nur eine frohe Botschaft und den Beginn einer Freudenzeit. Es passiert alles genau durch ihn, unmittelbar. Und natürlich betrifft es nicht nur die Zuhörer*innen vor 2000 Jahren – es gilt auch uns heute. Die Lesung aus dem Korintherbrief zeigt uns ebenso: Wir gehören dazu – wir sind Leib Christi!

02.02.2025: Fest Darstellung des Herrn
Das Fest am 40. Tag nach der Geburt Jesu heißt „Darstellung des Herrn“. Der Inhalt wird durch das Evangelium vorgegeben: Maria und Josef kommen mit Jesus in den Tempel, wie es das Gesetz verlangt. Sie begegnen dort dem „Volk Gottes des Alten Bundes“, vertreten durch Simeon und Hanna. Die beiden sind Propheten und erkennen in dem Kind den Heilbringer und Messias für Israel und die ganze Welt. Kerzenweihe und Lichterprozession sind in der Tradition des Festes dazugekommen, denn: Jesus ist Licht für die Menschen, er wird vielen von Gott erzählen und in ihren Herzen leuchten.

09.02.2025: 5. Sonntag im Jahreskreis C
Am Ufer des Sees Genezareth waren viele Menschen zusammengekommen, um Jesus zu hören, so auch einige Fischer, die ihrer Arbeit nachgingen. Jesus borgte sich eines der Fischerboote aus, um von dort aus zur Menge zu sprechen. Danach wies er den Fischer, der Simon hieß, an, weiter hinaus zu fahren und noch einmal zu fischen. Der Auftrag klang für die Fischer wenig erfolgsversprechend, hatten sie doch in der Nacht zuvor nicht viel Glück beim Fischfang gehabt—und bei Tag konnte man normalerweise noch weniger Fische fangen. Aber es kam anders: Sie fischten so viel, dass sie zusammenhelfen mussten, um die übervollen Netze an Land zu bringen. Die Fischer staunten, ja erschraken, über das wunderbare Ereignis. Jesus hatte einen weiteren Auftrag an die Männer: Kommt mit mir und helft mir—werdet Menschenfischer! Und von da an begleiteten sie Jesus. In allen vier Evangelien hören wir zu Beginn von Berufungen. Jesus ist kein einsamer Verkünder, er sucht Gemeinschaft und Beziehung mit den Menschen. Die Gemeinschaft mit seinen engen Vertrauten bildet beispielhaft die große Gemeinschaft der Glaubenden ab, zu der auch wir gehören. Sie und wir dürfen teilhaben an seinen Erfahrungen und daran (im Glauben) wachsen.

16.02.2025: 6. Sonntag im Jahreskreis C
Am heutigen und an den nächsten zwei Sonntagen hören wir Worte Jesu aus der sogenannten „Feldrede“ (analog zur Bergpredigt—bei Lukas ist der Schauplatz in einer weiten Ebene am Fuße eines Berges). Zu Beginn dieser Rede stehen Seligpreisungen, die Jesus den Zuhörer*innen wie in einer Gedichtform vorträgt. Adressat*innen der Seligpreisungen sind die Jünger*innen, und damit auch wir. Wir sollen uns freuen und glücklich schätzen, denn uns steht das Himmelreich offen. Den vier Seligpreisungen stehen vier Weherufe gegenüber.

23.02.2025: 7. Sonntag im Jahreskreis C
Weiter geht es in der Rede Jesu: „Liebt eure Feinde!“ ruft er uns heute zu. Das klingt nach einer großen Herausforderung. Schauen wir genauer hin: Wir sind zur Nächstenliebe aufgerufen. Nächstenliebe ist Abbild der großen Liebe Gottes. Das ist es, was uns Christ*innen auszeichnet. Meine*n Nächste*n kann ich mir nicht aussuchen—einfach jede*r ist gemeint, daher dürfen wir in dieser Liebe nicht wählerisch sein. Es geht um Gutes tun, wo wir nichts zurückerwarten. Es geht um barmherzig sein, nicht um richten und urteilen. Es geht um das Durchbrechen der Gewaltspirale—es gibt auch einen anderen Weg als den des Hasses. Dieses grundsätzliche Anders-sein in unserem Zusammenleben ist es, was Christ*innen ausmacht. Da können wir auch heutzutage noch einiges lernen.

02.03.2025: 8. Sonntag im Jahreskreis C
Als Abschluss der Feldrede stehen Bildworte. Es sind drei kurze Gleichnisse (im Evangelium in Leichter Sprache zwei), aus denen man für den Kindergottesdienst auch eines auswählen kann. Das erste Bild spricht von einem Blinden, der einem anderen Blinden den Weg zeigen will. Das kann nicht gut gehen. Das zweite Bild weist darauf hin, zuerst sich selbst, seine Schwächen und Fehler zu sehen, bevor man über die Schwächen und Fehler des*der anderen herzieht (die Rede ist vom Balken und Splitter im Auge). Das dritte Bild spricht von den Früchten, die Bäume und Pflanzen hervorbringen: Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten. Wir haben heute auch einige Bausteine dabei, die zum Fasching passen.

05.03.2025: Aschermittwoch
Mit dem heutigen Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit, die „österliche Bußzeit“. Sie dauert 40 Tage (Sonntage ausgenommen – die Zahl 40 symbolisiert in der biblischen Sprache immer eine Zeit der Vorbereitung auf Gottes Offenbarung). Wir sind in den kommenden 40 Tagen aufgerufen, uns ganz auf Ostern vorzubereiten. Nachzudenken über unser alltägliches Tun und Handeln, zu überlegen, ob wir einfach in unserem Leben weitermachen wie bisher, oder ob wir umkehren, Neuem Raum geben – so wie die Taufanwärter*innen der alten Kirche, die sich auf ihre Taufe in der Osternacht vorbereitet haben und wie die Büßer*innen, die wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden wollten. Das Bestreuen mit Asche ist Ausdruck, dass wir alle zum Umkehren aufgerufen sind. Jeder Tag zählt, an dem wir Gutes tun und uns in die Nachfolge Jesu stellen. Besiegelt mit seinem Zeichen machen wir uns auf diesen Weg durch die Fastenzeit.

09.03.2025: 1. Fastensonntag C
Was macht unser Leben wichtig und wertvoll? In der österlichen Bußzeit sind wir eingeladen, genau hinzuschauen auf das „zu Viel“ und „zu Wenig“ im Leben. Fasten soll nicht nur Verzicht sein, es kann ein Gewinn sein—ein Mehr an Gottes-, Selbst- und Nächstenliebe. Einer geht alle Wege mit, Jesus. Er weiß um unser Suchen, Hoffen und Ringen, denn er hat alle menschlichen Freuden und Leiden selbst erlebt. Nach seiner Taufe im Jordan geht Jesus für 40 Tage in die Wüste, um sich auf sein öffentliches Wirken vorzubereiten. Die Wüste bedeutet Verzicht, Stille, Zu-sich-selber-Kommen, Unterscheidung und Neu-Ausrichten auf Gott. Diese Zeit wird für Jesus auch eine Zeit der Herausforderung und Versuchung, so hören wir heute. Der Teufel fordert ihn heraus, sich zu entscheiden – für den einfacheren Weg? Jesus widersteht diesen Versuchungen und bekräftigt sein Ja zu Gott, das ihn durch Herausforderungen und Leid hindurch trägt.

16.03.2025: 2. Fastensonntag C
Wir hören heute im Evangelium von einem besonderen Ereignis, der „Verklärung Jesu“. Jesus steigt mit drei Begleitern auf einen Berg, um zu beten. Wir wissen bereits aus alttestamentlichen Erzählungen, dass der Berg ein besonderer Ort, ein Ort der Gottesbegegnung, ist. Für die Beobachter Petrus, Johannes und Jakobus wird das himmlische Geschehen – das helle Licht, die Erscheinung der Propheten Mose und Elija, die Stimme Gottes – eine einzigartige Erfahrung und eröffnet ihnen eine ganz neue Sicht auf Jesus. Erst sind sie sprachlos und wollen den Moment festhalten, später, nach Ostern, erkennen sie den tieferen Zusammenhang und können nicht mehr schweigen über ihre Erfahrungen. In der Lesung hören wir von einer weiteren „Sternstunde“ – von Gottes Verheißung an Abraham. Lassen wir das Licht solcher Sternstunden auch durch uns leuchten!

23.03.2025: 3. Fastensonntag C
In der Lesung und im Evangelium finden wir heute „Gewächse“: Gott gibt sich Mose im „brennenden Dornbusch“ zu erkennen. Jesus erzählt im Evangelium das Gleichnis von einem Feigenbaum, der keine Früchte trägt. Gott ist wie der Gärtner, der den Baum düngt und pflegt, damit er im nächsten Jahr doch noch Feigen tragen kann. Wir sind manchmal wie der Obstbaum. Gott hat Geduld mit uns und wartet auf unsere Früchte. Er ist immer für uns da. Das sagt er selbst zu Mose: „Ich bin der Ich-bin-da.“

30.03.2025: 4. Fastensonntag C
Jesus will seinen Zuhörer*innen vermitteln, wie Gott ist – heute erzählt er deshalb die Geschichte vom verlorenen Sohn und barmherzigen Vater. So wie der Vater in der Geschichte ist, ist Gott: Er lässt einem Erfahrungen machen, er verurteilt nicht, hält am Ende keine Moralpredigt, sondern öffnet seine Türen voll Freude und geht jedem*jeder entgegen, der*die wiederkommt. Bei uns und in unseren Familien kann sich etwas von diesem Verhalten wiederspiegeln, gerade auch in Zeiten der Herausforderung. Manchmal fühlen wir uns wohl eher wie der andere Sohn, der zu Hause geblieben ist. Auch er kann umkehren, selbst wenn er nicht einmal weggegangen ist. Dann kann er sich ebenfalls freuen und das Fest mitfeiern.

06.04.2025: 5. Fastensonntag C
Am letzten Fastensonntag hören wir im Evangelium von einer Frau, einer „Ehebrecherin“, die zu Jesus gebracht wird. Jesus soll das übliche Urteil (Todesstrafe durch Steinigung) aussprechen. Die Frau hat für jene, die sie aufgegriffen haben, so wenig Bedeutung, dass sie nicht einmal beim Namen genannt wird. Wir wissen auch sonst nichts weiter über sie. Die Ältesten und Schriftgelehrten kennen selber genau das Gesetz und wollen von Jesus seine Meinung dazu hören. Sie wollen ihn in die Enge treiben, um ihn verklagen zu können. Ist Jesus nämlich gegen die Todesstrafe, stellt er sich gegen das Gesetz. Ist er für die Anwendung der Strafe, so wie es das Gesetz vorsieht, steht er im Widerspruch zu seiner zentralen Botschaft der Liebe Gottes. Jesus lässt sich nicht bedrängen, kritzelt stattdessen im Sand. Die Schriftgelehrten bestehen auf eine Antwort. Jesus fordert sie schließlich auf, die vorgesehene Strafe selbst zu vollstrecken – aber mit einer Bedingung: Nur jene, die ohne Sünde sind, dürfen einen Stein werfen. Er lenkt damit den Blick von der Angeklagten auf die Ankläger, die nun mit sich selbst und ihrer eigenen Sündhaftigkeit beschäftigt sind. Niemand hat das Recht, andere zu richten. Jesus verurteilt nicht, verlangt kein Geständnis. Er weiß: Kein Mensch ist vollkommen ohne Fehler, aber bleibt doch von Gott geliebt. Er zeigt einen neuen Weg auf, gibt der Frau die Chance, neu zu beginnen. Jesus will als Messias nicht das Gesetz aufheben, sondern es mit Liebe, Verständnis und Barmherzigkeit erfüllen. Jesus hilft (auch uns), dass jede*r sein*ihr Leben neu und besser leben kann.

13.04.2025: Palmsonntag C
Jesus zieht in Jerusalem ein, begleitet von seinen Jünger*innen und bejubelt wie ein König. Als König und Retter, der den Frieden bringen will; bescheiden, reitend auf einem jungen Esel. Wir erkennen Zusammenhänge mit dem Anfang des Lukasevangeliums – der Verkündigung der Weihnachtsbotschaft durch die Engel: „Frieden im Himmel und auf Erden und Ehre in der Höhe!“ Jesu Bestimmung als „Heiland“ erfüllt sich. Bald wird der Jubel jedoch verstummen, die Stimmung kippt, einige Tage später wird seine Hinrichtung verlangt. Diese Spannung wird schon heute am Beginn der „Heiligen Woche“ in der Liturgie deutlich – nach der Erzählung vom Einzug in Jerusalem wird die Passionsgeschichte gelesen.

17.04.2025: Gründonnerstag
Am Gründonnerstag beginnen die „drei heiligen Tage“. Die liturgischen Feiern dieser Tage hängen zusammen, sind wie ein einziger Gottesdienst zu sehen. Es sind die wohl wichtigsten Feiern im Kirchenjahr. Der Gründonnerstag ist liturgisch gesehen sehr reich und vielfältig: Die Fußwaschung als Dienst der Freundschaft und Liebe an dem*der Nächsten. Die Einsetzung der Eucharistie beim Abendmahl—wir feiern, dass Jesus sich selbst in Brot und Wein schenkt und in diesen heiligen Zeichen bis heute unter uns ist. Und das nächtliche Beten und Wachen im Garten Getsemani.

18.04.2025: Karfreitag
Jesu Todestag ist ein Trauertag, geprägt von der Stille und vom Aushalten des Kreuzes, des Leides. Daran führt kein Weg vorbei, wenn wir Ostern feiern wollen. Durch das Kreuz hindurch geht es zum Leben. Unser eigenes Leid ist manchmal besser zu ertragen, wenn wir wissen, dass wir nicht alleine sind—wir fühlen uns verbunden mit Jesus, der am Kreuz für uns gestorben ist. Der Schwerpunkt beim Leiden Jesu ist nicht, dass es eine historische Erzählung ist, sondern dass es eine Verbindung mit unserem Leben gibt. Für Kinder soll der Blick schon auf die Auferstehung hin gelenkt werden—die letzte Station soll nicht der Tod Jesu sein, sondern die Tatsache, dass sein Leben und Wirken weitergehen.

20.04.2025: Ostern/ Hochfest Auferstehung des Herrn C
Jesus lebt! Diese Botschaft ist unfassbar—für die Jünger*innen damals, wie für uns heute. Hoffnungen wurden zerstört, es schien alles aus und vergeben zu sein. Aber das leere Grab zeigt uns: Jesus ist nicht mehr darin – er ist auferstanden vom Tod und mitten unter uns! Das Leben geht woanders weiter. Wir spüren es, so wie die Emmaus-Jünger am Ostermontag. Auch wir erfahren in unserem Leben den auferstandenen Jesus. Wir begegnen ihm in seinem Wort, in der Eucharistie, in der versammelten Gemeinde beim Gottesdienst. Wir feiern die frohe Botschaft von der Auferstehung besonders zu Ostern, aber auch jeden Sonntag das ganze Jahr über: Jeder Sonntag ist ein kleines Osterfest!

27.04.2025: 2. Sonntag der Osterzeit C (Weißer Sonntag)
Der „ungläubige“ Apostel Thomas ist wohl eine der bekanntesten Figuren rund um Ostern und wirkt geradezu modern. Er be-greift die Auferstehung im wahrsten Sinne des Wortes erst, als er vom Auferstandenen eingeladen wird, ihn anzugreifen. Wir sind wie Thomas ebenfalls die, die den Auferstandenen nicht mit eigenen Augen gesehen haben. Fragen und Zweifel zu haben, gehört zum Glauben dazu. Jesus nimmt auch uns ernst, gibt uns Zeit, hilft uns, damit auch wir zum Glauben an ihn kommen, so als hätten wir ihn persönlich getroffen. Der Friedensgruß des Auferstandenen „Der Friede sei mit euch!“ steht heute ebenfalls im Mittelpunkt.
