Prominente Ordensleute erzählen auf "radio klassik Stephansdom" anlässlich des "Tags des geweihten Lebens" über ihre Berufungswege und Wirkungsbereiche.
Den Ordensleuten als "Pilgern der Hoffnung" war eine Sondersendung von "radio klassik Stephansdom" am Freitag (31. Jänner) gewidmet. Neun heimische Ordensmänner und -frauen sprachen dabei über das im Zeichen der Hoffnung stehende Heilige Jahr 2025 sowie über ihre ganz unterschiedlichen Berufungswege, Spiritualität und Wirkungsbereiche. Anlass gab der "Tag des geweihten Lebens" am Kirchenfest "Darstellung des Herrn" (2. Februar), den Papst Johannes Paul II. 1997 zur Förderung der Wertschätzung von Orden und anderen Gemeinschaften geistlichen Lebens eingeführt hatte.
Zu hören sind der Vorsitzende der Österreichischen Ordenskonferenz, Erzabt Korbinian Birnbacher aus dem Stift St. Peter, die Dominikanerin und stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Ordenskonferenz, Sr. Franziska Madl, Sr. Beatrix Mayrhofer von den Schulschwestern von Unserer Lieben Frau, P. Franz Helm von den Steyler Missionaren, Sr. Notburga Maringele, Tertiarschwester des heiligen Franziskus in Hall in Tirol, die Jesuiten P. Helmut Schuhmacher und P. Christian Marte, Sr. Jana Roschitz von der Kongregation der Schwestern der Schmerzhaften Mutter und die Salesianerin Sr. Eva Maria Voglhuber.
Birnbacher etwa gab Einblicke in sein Aufwachsen in einer katholischen Familie und erzählte über das eigenartige Akzidens, dass seine Mutter zwar regelmäßig für das kirchliche Personal gebetet habe, aber ihren eigenen jüngsten Sohn dann "nicht ganz freiwillig" hergeben wollte. "Meine Mutter hat zwar jeden Donnerstag den Priester-Rosenkranz mitgebetet, aber als ich ihr einmal sagen musste, ich gehe ins Kloster, war sie ganz dagegen", schildert Birnbacher.
Sr. Notburga Maringele berichtete von ihrem Engagement im Ordensprojekt "Mahnwacheteam Hall", das sich für Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, Medienfreiheit, Klimaschutz und Geflüchtete einsetzt. "Die Tatsache, dass die Welt dermaßen ungerecht ist, dass Überfluss und Armut sich so treffen, war für mich immer schon etwas, was mich berührt hat", so Maringele. Die Arbeit im Mahnwacheteam, das im Vorjahr den "Preis der Orden" gewann, sei ihr "einfach unheimlich wichtig, weil ich das Gefühl habe, Menschenrechte erodieren immer mehr". Dem wolle sie sich in ihrem Wirken entgegenstellen.
P. Franz Helm erzählt von seinem Einsatz im Klimaschutz. Neben Kriegen und der zunehmenden Gewalt sei die Erderhitzung eine der bedrohlichsten Gefahren überhaupt und mache den Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen immer "lebensfeindlicher". Wichtig sei, dagegen aufzustehen und für eine Veränderung des Lebensstils und der Politik einzustehen, damit "ein Leben in Menschenwürde und in einer gewissen Lebensqualität" auch für zukünftige Generationen noch möglich sei. "Das sehe ich als wichtigen Beitrag, gerade als Christ, dem es darum gehen muss, dass alle Menschen ein gutes Leben haben", nimmt Helm auch auf die Situation von Menschen im Globalen Süden Bezug.
Ein Stück Hoffnung gab Sr. Beatrix Mayrhofer den Hörerinnen und Hörern für schwierige Zeiten mit: Es nütze nichts, dazusitzen und zu jammern, wie schrecklich die Zeit ist. Man könne aber immer etwas Gutes tun, "und wer immer etwas Gutes tut, hat schon wieder ein Stückchen gegen diese Schallmauer des Negativen angekämpft", so die Ordensfrau.
Alle Beiträge können unter https://radioklassik.at/programm/sendeformate/thema/pilgerinnen-der-hoffnung/ nachgehört werden.
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