Trotz seiner Behandlung im römischen Klinikum Gemelli setzt Papst Franziskus entschlossen seine Amtsgeschäfte fort. Papst empfing gestern Kardinalstaatsekretär Parolin und Erzbischof Peña Parra, Substitut des Staatssekretariats.
Der Papst setzt trotz seiner Erkrankung seine Amtsgeschäfte fort. Gesternunterzeichnete er Dekrete des Dikasteriums für die Heilig- und Seligsprechungen.
Neue Glaubensvorbilder im Schnelldurchlauf
Der Papst ordnete ein Konsistorium zur Entscheidung über die Heiligsprechung des Sel.Bartolo Longo sowie des venezolanischen Laien Giuseppe Gregorio Hernández Cisneros an. Zugleich erkannte er bei zwei zwei Gläubigen, die ihr Leben für andere einsetzten, offiziell ihr „Opfer des Lebens“ an. Es handelt sich um dem US-amerikanischen Priester Emilio Giuseppe Kapaun und dem italienischen Laien Salvo D’Acquisto.
Ebenso wurden die heroischen Tugenden eines spanischen Priesters, eines italienischen Ordensgründers und einer polnischen Gläubigen bestätigt – allesamt Persönlichkeiten, die das Potenzial haben, zu Vorbildern des Glaubens zu werden.
Tägliches Gebet auf dem Petersplatz
Ungeachtet dieser positiven Signale laden die Kardinäle weiterhin jeden Abend zum Gebet für Papst Franziskus auf den Petersplatz ein. Heute um 21.00 Uhr wird der philippinische Kardinal Luis Tagle den Rosenkranz vorstehen, der von den Vatikanmedien live übertragen wird. Damit setzt das Kardinalskollegium ein Zeichen der Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater in seiner schweren Erkrankung.
Ausblick voller Zuversicht
Die raschen Entscheidungen des Papstes verdeutlichen, dass er die Geschicke der Kirche unverändert lenkt. Wer bisher spekuliert hat, er könnte sich in Kürze zurückziehen, sieht nun das Gegenteil: Franziskus stärkt die Gemeinschaft in einer Zeit der Unsicherheit und sendet gleichzeitig ein klares Signal – er bleibt am Ruder, solange es sein Auftrag ist.
Vatikan veröffentlich Fastenbotschaft des Papstes
Papst Franziskus ruft zudem zur bevorstehenden Fastenzeit zu Hoffnung und gemeinsamem Einsatz für Gerechtigkeit und Geschwisterlichkeit auf. Er fordert die Christen auf, ihre Komfortzone zu verlassen und Lähmung, Angst und Hoffnungslosigkeit zu überwinden, wie aus der am Dienstag vom Vatikan veröffentlichten Botschaft hervorgeht. Der Text, der in acht Sprachen – darunter auch Deutsch – erschienen ist, datiert vom 6. Februar, rund eine Woche vor Franziskus’ Einlieferung ins römische Gemelli-Krankenhaus.
Täglich überträgt der Vatikan um 21.00 das Gebet für Papst Franziskus vom Petersplatz
auf You-Tube und Vaticannews
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