„Dankbar und tief beeindruckt von der Großzügigkeit der Spender.“ Kardinal Christoph Schönborn würdigte die 76.631 €, die rund um seinen Abschied gespendet wurden. Die Mittel unterstützen die Initiative Christlicher Orient und die St. Elisabeth-Stiftung.
Dankbar für das „starke Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe“ zeigt sich Kardinal Christoph Schönborn angesichts des beeindruckenden Betrags von 76.631 €, der rund um die Feierlichkeiten zu seinen Abschied Mitte Jänner gespendet wurde und je zur Hälfte der Initiative Christlicher Orient (ICO) und der St. Elisabeth-Stiftung zugute kommt.
Ein Teil der Spenden gilt dem Altenheim im syrischen Al-Mouzineh im "Tal der Christen". 90 Prozent der Menschen in Syrien leben unter der Armutsgrenze. Die politische Zukunft Syriens ist ungewiss, sicher ist hingegen, dass die Menschen nur dann überhaupt eine Chance haben werden, wenn ihnen geholfen wird. Schönborn war 2021 in Syrien, um sich vor Ort ein Bild von der Lage der Bevölkerung zu machen. Al-Mouzineh ist ein Zufluchtsort für rund 30 alte und behinderte Menschen, die dort nicht nur eine sichere Unterkunft, sondern auch therapeutische Angebote finden. Dank der Spenden kann die Versorgung der Bewohner weiterhin gewährleistet und ein dringend benötigter zweiter Stock errichtet werden, um noch mehr Menschen aufzunehmen. Pfarrer Boutros und sein engagiertes Team leisten hier nicht nur seelsorgerische, sondern auch karitative und soziale Hilfe. Ihre unermüdliche Arbeit bringt Licht und Hoffnung in eine Region, die von Krieg und Armut gezeichnet ist.
Das Altenheim ist nur eines von vielen Hilfsprojekten der Pfarre. Regelmäßig werden 70 Kranke mit Medikamenten versorgt und bis zu 400 Kinder erhalten im Winter warme Kleidung. Studenten werden unterstützt, zwei Busse bringen Kinder zur Schule. Die Pfarre hat auch für Straßenbeleuchtung, Müllabfuhr und Schulmaterialien gesorgt. Zuletzt wurden 30 Studenten Fahrtgeld zur Uni übernommen und viele Familien erhielten Saatgut und Dünger, um ihre Felder zu bewirtschaften. Diese Maßnahmen sollen Hungersnöte in Al-Mouzineh verhindern, wo Armut allgegenwärtig ist.
Die zweite Hälfte kommt der St. Elisabeth-Stiftung der Erzdiözese Wien zugute. Unter dem Motto „Mama, du schaffst das!“ bietet diese umfassende Unterstützung für schwangere Frauen, wohnungslose alleinerziehende Mütter und ihre Kinder sowie obdachlose Menschen. Das vielseitige Angebot der Stiftung umfasst Familien-, Rechts- und Schwangerenberatung sowie psychotherapeutische Angebote. Vier Mutter-Kind-Einrichtungen, ein sozialpädagogisches Team und Startwohnungen bieten den Betroffenen ein sicheres Zuhause. Das mobil betreute Wohnen ermöglicht weitgehend selbstständiges Wohnen mit bedarfsorientierter Begleitung, während das soziale Wohnungsmanagement Wohnungen an obdachlose Menschen vermittelt. Zudem bietet die Stiftung Arbeitsintegrationsprogramme wie die Web- & Kreativwerkstatt, klassische Arbeitsintegration, Mamas Werkstatt und ein Sachspendenlager.
Auf die St. Elisabeth-Stiftung der Erzdiözese Wien kommen gerade große Veränderungen zu. Der bisherige Standort eines Mutter-Kind-Hauses kann nicht weiter genutzt werden, was fünf Mütter und ihre Kinder direkt betrifft. Glücklicherweise wurde bereits eine neue Bleibe am Währinger Gürtel gefunden, die sogar Platz für noch mehr Familien bietet. Allerdings steht eine umfassende Renovierung des Gebäudes an, und die Zeit drängt. Böden, Wände, Elektrik und Sanitäranlagen müssen erneuert werden. Für die sieben geplanten Wohneinheiten werden zudem Küchenzeilen, ein Büro und ein Spielzimmer benötigt. Dank der großzügigen Spende kann hier rasch geholfen werden.
Datenschutzeinstellungen
Auf unserer Webseite werden Cookies verwendet für Social Media, Analyse, systemtechnische Notwendigkeiten und Sonstiges. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.