Dr. Ursula Baatz spricht am 26. März bei der Weinviertelakademie in Großrußbach.
Dr. Ursula Baatz spricht am 26. März bei der Weinviertelakademie in Großrußbach.
Weinviertelakademie 2015 am 26. März im Bildungshaus Großrußbach: Warum und weil der Mensch Spiritualität braucht.
Seit 1988 gibt es die Weinviertelakademie regelmäßig im Bildungshaus Schloss Großrußbach.
Die heurige Veranstaltung (Thema: „Spiritualität für den Menschen von heute“) am 26. März (18.30 bis 21 Uhr) widmet sich der Zukunft des religiösen Menschen an sich.
Viel ist im Umbruch. Kirchliche Strukturen werden neu aufgebaut. Altes wird neu buchstabiert. Die Sehnsucht der Menschen ist immer ähnlich und sucht Antworten auf die Fragen des Woher und Wohin? Ein Zugang ist eine neue religiöse Mehrsprachigkeit, die neue Wege der Spiritualität öffnen kann. Die Erfahrung, dass es eine Dimension jenseits von Worten, Begriffen, Emotionen und Wünschen gibt, in der scheinbar unversöhnbare Gegensätze zu gemeinsam lebensstiftenden Qualitäten werden, lässt hoffen.
„Ich bin nicht sicher, ob es den Megatrend Spiritualität gegeben hat oder gibt. Zu bemerken ist ein Religionswandel, was angesichts des umfassenden gesellschaftlichen Wandels nicht überraschend ist“, sagt die Religionsjournalistin, Religionswissenschaftlerin und Autorin Ursula Baatz, die das Impulsreferat bei der Weinviertelakademie halten wird. Baatz: „Die großen weltanschaulichen Lager sind in Auflösung begriffen, und viele Menschen sind auf der Suche nach einem persönlichen, existenziellen Sinn für ihr Leben, als ,spirituelle Wanderer‘ im Zeitalter der globalen Vernetzung. Gesucht sind lebenswerte Kontexte, nicht Zugehörigkeit zu Großorganisationen.“
„Wenn Christen das Evangelium authentisch und offen leben, dann haben sie eine wichtige Funktion in der heutigen Gesellschaft“, ist Baatz überzeugt: „Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung, das sind Ziele, die immer wichtiger in der globalen Lebenswelt werden. Kleinräumige lokale Organisationsformen wie die klassische Pfarrstruktur wären da gute Orte, an denen sich Gemeinschaften kristallisieren können.“
„Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ – dies sei „ das Spezifische christlicher Spiritualität, die Option für die Armen“. Im Übrigen könnten die Religionen „in Sachen Spiritualität voneinander lernen“. Das Christentum habe z. B. „in Sachen Achtsamkeit und Kontemplation einen ziemlichen Nachholbedarf“, sagt Baatz.
Getragen wird die Weinviertelakademie von
Gliederungen der Katholischen Aktion,
dem Bildungshaus Schloss Großrußbach,
dem Katholischen Bildungswerk Wien und
dem „Sonntag“.
Anmeldung erforderlich: Tel. 02263/6627,
bildungshaus.grossrussbach@edw.or.at
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